Apr
24
2012

Google Display Network Goes Search

Wer an Google AdWords denkt, hat vermutlich in erster Linie die Anzeigen vor sich, die gemeinsam mit den organischen Suchergebnissen in der Google-Suche ausgegeben werden. Doch auch das Display-Netzwerk bietet Werbetreibenden nicht zu unterschätzende Möglichkeiten. Damit diese in Zukunft noch besser genutzt werden können hat Google vor kurzem einiges geändert, um den Kauf und die Schaltung von Display-Anzeigen über AdWords weiter zu vereinfachen.

Display-Netzwerk-Tab

Mussten die verschiedenen Content-Targeting-Möglichkeiten bisher über verschiedene Reiter im AdWords Konto verwaltet werden, werden nun alle Informationen zu GDN-Kampagnen sehr viel übersichtlicher dargestellt. Seit kurzem gibt es einen Display-Netzwerk-Tab speziell für die Schaltung von GDN-Kampagnen. Er ermöglicht es, zentral von einem einzigen Reiter aus auf alle Display-Kampagnen zu bieten, sie gezielt auszurichten und zu optimieren – unabhängig davon ob KWs, Placements, Topics oder Zielgruppen für das Content Targeting verwendet werde

Zusätzlich zum Display-Netzwerk-Tab werden nun auch die Reichweite der einzelnen Content-Kampagnen und das Zusammenspiel der darin verwendeten Content-Targeting-Möglichkeiten grafisch dargestellt. Diese Visualisierung verdeutlicht sehr anschaulich, wie die Reichweite einer Kampagne durch die Kombination verschiedener Targeting-Optionen wie KWs, Placements, Topics oder Zielgruppen stark beeinflusst wird.

 

Optimiertes Kontext-Targeting

Die weitaus einschneidendere Änderung dürfte jedoch das optimierte Kontext-Targeting sein. Denn durch diese Neuerung sollen Kontrolle, Transparenz und Optimierungsmöglichkeiten, die Werbetreibende bereits aus dem Such-Netzwerk kennen, jetzt auch auf Display-Kampagnen übertragen werden.

Durch das neue kontextuelle Targeting, also die Möglichkeit Anzeigen über Keyword-Themen auf Webseiten zu steuern, kann nun die Reichweite der Display-Werbung mit einer außerordentlich hohen Suchpräzision verbunden werden. Denn die kontextuelle Aussteuerung findet nicht mehr wie bisher auf AdGroup-Ebene in Form von KW-Clustern statt, sondern wurde auf KW-Ebene verlegt. Entsprechend werden Performancedaten auch nicht mehr nur für die gesamte AdGroup angezeigt. Die Leistung kontextbezogener Kampagnen kann jetzt bis auf die Ebene einzelner Keywords nachvollzogen und optimiert werden.

 

Was ist die Konsequenz? Wenn alles wie geplant funktioniert, sollte sich durch die Verlagerung des kontextuellen Targetings auf KW-Ebene zukünftig die Übereinstimmung von KWs und bespielten Websites deutlich verbessern. Die Anzeigen werden durch die präzisere Auslieferung in einem für den User äußerst relevanten Umfeld ausgeliefert unddürften entsprechend besser performen. – was wiederum positive Auswirkungen auf die Klickpreise nach sich zieht.

Diese Änderungen im GDN sind laut Google „…einige der größten Schritte, die wir bislang unternommen haben, um die Wissenschaft der suchbezogenen Werbung und die Kunst der Display-Werbung zusammenzubringen.“

Der Zugriff auf die einzelnen Content-Elemente über einen einzigen Display-Netzwerk-Tab erleichtert deren Bearbeitung und Verwaltung zweifelsohne. Doch ob das neue kontextuelle Targeting tatsächlich so viel mehr Kontrolle und eine präzisere Aussteuerung der GDN-Kampagnen mit sich bringt, bleibt abzuwarten. Denn da diese Option erst seit kurzem besteht, konnten wir hierzu noch keine validen Daten sammeln und auswerten. Vielversprechend klingt es allemal…



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1 Kommentar + Kommentieren

  • Danke für den sehr ausführlichen Artikel! In der Tat wird bei AdWords das (Re-)Targeting kaum von Kunden genutzt und somit viel wertvolles Potential verschwendet…

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