Mrz
22
2011

Indexierung von Flash-Inhalten bei Google

Die Frage stellt sich immer wieder: Wie gut kann Google denn nun mit Flash-Inhalten umgehen?

Seit Jahren quält man sich mit diesem Thema und hat üblicherweise gelernt, damit klar zu kommen. Flash-Elemente – soweit ok. Ganze Flash-Seiten – lieber die Finger weg lassen! Das soll sich laut Google ja seit Dezember 2010 geändert haben. Das Indexieren von Flash-Inhalten soll sich „erheblich verbessert“ haben (http://googlewebmastercentral-de.blogspot.com/2010/12/verbesserte-indexierung-von-flash.html).
Textinhalte die in den Flash-Dateien sitzen, können angeblich überwiegend ausgelesen werden. Selbst im Flash enthaltene Links werden erkannt und nachverfolgt.

Soweit die Theorie – aber wie sieht die Realität aus – jetzt ca. ein Vierteljahr weiter. Hierzu folgende Beispiele:

Suche nach Textbausteinen innerhalb eines Flash-Elements:

Flash-Element auf Affiliando

Und hier die Google-Suche: Konvertierungsstarke Finanzprodukte von Affiliando

Suchergebnisse bei Google zum Flashtext

Nette Ergebnisse, nur leider kein Flash als Snippet (= einzelnes Suchergebnis).

Auf ein Neues…

Weiteres Flash-Element der Affiliando

Und hier die Google-Suche: Verdienste steigern mit 100% anpassbaren Finanzvergleichen

Suchergebnisse bei Google zum Flashtext

Trara! Ein Flash auf Platz 8 gefunden!

Aber… Moment…das ist ja eine URL der polnischen Seite (www.affiliando.pl). Dort ist zwar auch ein Flash drauf, aber in polnischer Sprache ;-) ). Jaja, die Technik…

Was könnte ein erstes Resultat hieraus sein?

Weiter machen wie bisher! Möglichst nur Flash-Elemente einsetzen und passende meta-Daten und Links dazupacken. Also „Title“ und „Description“ sowie weiterführende Links bei der Erstellung des Flash-Elementes mit in den Code einbauen, so dass der Crawler es im Quellcode der Seite finden kann.

Das kommt einem bekannt vor. Ja! Richtig, ähnlich wie bei Videos.

Hier nochmals die Aussage, wie Google es im Juni 2009 schrieb:

Quelle: Google

… „Aktuell haben wir bei SWF-Dateien folgende Möglichkeiten:

  • Indexierung von Text-Content, der angezeigt wird, wenn ein User mit einer Flash-Datei interagiert. Wir klicken auf Buttons und machen Texteingaben, wie es ein User tun würde.
  • Entdecken von Links innerhalb von Flash-Dateien.
  • Laden externer Ressourcen und Verknüpfung mit der übergeordneten Datei.
  • Unterstützung gängiger JavaScript-Techniken zur Einbindung von Flash (wie z. B. SWFObject und SWFObject2).
  • Indexierung von gescripteten Sites, die AS1 oder AS2 verwenden, auch wenn der ActionScript-Code verschleiert ist. Update: Wir indexieren auch Sites, die AS3 verwenden. Die verwendete ActionScript-Version ist nicht so wichtig für unseren Indexierungsprozess – wir unterstützen deshalb sowohl ältere ActionScript-Versionen als auch die neueste“…

 

Das Ganze erinnert so ein wenig an die Sache mit dem Unterstrich und dem Bindestrich in den URLs. Google hatte jahrelang behauptet, sie könnten den Unterstrich richtig interpretieren und hat dann später doch veröffentlich, dass sie es nicht im Griff haben.

Immerhin wird an einer möglichst optimalen Lösung gearbeitet. Nur ob Flash bis dahin überhaupt noch Verwendung findet – so in allzu ferner Zukunft. Vielleicht setzt sich ja mal ein neues Format durch. Bis dahin also Links ins Flash einbauen, meta-Daten verwenden und die passenden Keywords dort einbauen. Sicher ist sicher…



Share

Über den Autor: Horst Christian Wagner

Kommentar hinterlassen

Zieltraffic auf Facebook